Diese relativ junge Kampfkunst
wurde von
Morihei Ueshiba
(geb.14.12.1883,
gest. 26.04.1969) sein ganzes Leben lang entwickelt. In seinen
frühen
Jahren lernte der Gründer zuerst verschiedene traditionelle
Kampftechniken
(Ju-Jutsu, Schwertkampf Ken-Jutsu, eine vom und für den
Takeda-Klan entwickelte Kampkunst Daito-Ryu Aiki-Jutsu u.v.a.). Stark von seinem Glauben und seiner Friedensliebe
geprägt,
baute er darauf eine neuartige Kampfkunst auf, die einerseits sehr
effektiv
ist (so daß ein erfahrenener Aikidoka einen viel
größeren
und stärkeren Angreifer, ebenso wie mehrere Angreifer auf einmal
erfolgreich
abwehren kann), andererseits frei von Gewalt ist. Das Ziel der
Techniken ist niemals die
Vernichtung
oder Verletzung, sondern eher die Überzeugung des Angreifers,
daß
sein Angriff sinnlos ist.
Im Jahre 1942 wurde Katsuaki Asai in
Tokyo geboren. 1955 fing er im Alter von 13 Jahren unter Anleitung von
Meister Morihei Uyeshiba mit dem Aikidio-Training an. Als 1965 von der
Judo-Abteilung des Polizeisportvereins Münster ein Aikido-Lehrer
gesucht wurde und man Kontakt zum Honbu-Dojo aufnahm, sagte Asai nach
anfänglichem Zögern zu. Damals dachte man an einen
befristeten Aufenthalt von ca. 3 Jahren. Meister Asai gab
seine Anstellung in einem Aktienbüro und seine
Aikido-Lehrtätigkeit an der Universität von Tokyo auf und
reiste am 14.10.1965 nach Deutschland. Zu diesem Zeitpunkt war er mit
23 Jahren bereits 4. Dan. Um die Reisekosten möglichst niedrig zu
halten, wurde eine Route mit vielen Zwischenstationen, per Bahn, Schiff
und Flugzeug gewählt, die fast 1 Woche dauern sollte. Am
21.10.1965 kam Asai schließlich in Münster an und einen Tag
später fand das erste Aikido-Training in Deutschland
statt. Als drei Monate später die Basis der Zusammenarbeit
mit dem deutschen Judobund besprochen wurde, gab es starke Differenzen
und es kam zum Bruch, denn Herr Asai sollte nur als Lehrer, ohne
Mitsprache - und Prüfungsrecht, eingesetzt werden. Der deutsche
Judobund drohte allen Vereinen, die sich trotzdem zu Herr Asai
orientierten, mit dem totalen Ausschluß. Doch viele hochrangige
Judokas zogen selbst die Konsequenz und gaben ihr Training und ihre
Prüfungslizenzen auf, um sich, unter der Anleitung von Meister
Asai dem Aikido zuwenden zu können. Ohne eine
unterstützende Dachorganisation war der Start sehr schwer und es
konnte anfangs nur schwer ein Trainingsraum gefunden werden, die ersten
Trainings fanden zudem ohne Matten statt. Wenig später wurde eine
alte Schreinerei aufgetan, die nach Renovier - und Umbauarbeiten der
Sitz des Aikikai Münsters wurde. Hier fanden auch die ersten
Lehrgänge von Meister Tada und Meister Noro auf deutschem Boden
statt. Ende 1968 reiste Asai, nach den drei Jahren geplanten
Aufenthalts, zurück nach Japan. Dort blieb er jedoch nur 6 Wochen
und kehrte danach endgültig nach Deutschland zurück. Die
Verbreitung des Aikidos war inzwischen so weit fortgeschritten,
daß Meister Asai nun an fast jedem Wochenende Lehrgänge in
ganz Deutschland geben konnte. Am 3.1.1972 wurde das erste eigene
Dojo Asais in der Helmholzstraße in Düsseldorf
gegründet. Die Bekanntmachung des Dojos in Düsseldorf
erfolgte noch über eigenhändig verteilte Flugblätter,
und nach zwei Jahren war die Schülerzahl von Meister Asais
Aikido-Schule auf über 100 angewachsen. 1975 wurde das
10-jährige Jubiläum "Aikido in Deutschland" gefeiert. Dazu
wurden viele hochrangige Aikido-Lehrer aus Japan eingeladen und auch
der Doshu Kisshomaru Uyeshiba, der Sohn des zu diesem Zeitpunkt bereits
verstorbenen Aikido-Begründers O-Sensei Morihei Uyeshiba, erwies
Meister Asai durch seinen Besuch eine große Ehre. Nach
weiteren 10 Jahren wurde das Dojo der Aikido-Schule zu klein und
pünktlich zum 20. Jubiläum konnte das neue Dojo in der
Augustastraße bezogen werden. Im Laufe der Zeit ist die
Mitgliederzahl des Dachverbandes Aikikai-Deutschland, dessen
Bundestrainer Meister Asai ist, auf weit mehr als 5000 angewachsen.
1995 konnte schließlich das 30-Jährige Jubiläum
gefeiert werden, das neben zahlreichen Demonstrationen der
höchsten Danträger der Welt auch eine der letzten
öffentlichen Auftritte des schon stark durch ein Krebsleiden
geschwächten Doshu enthielt. Anfang des Jahres 1997
schließlich wurde Meister Asai der 8. Dan verliehen. Er ist damit
der jüngste 8. Dan Aikido der Welt.
Ali
Nasseri, geboren 1957 in Teheran, von Beruf Innenarchitekt, trainiert
seit 1977. Seine Aikido-Ausbildung begann in Schweden unter Ichimura
Sensei. Später trainierte er bei Kobayashi Sensei und ist jetzt
Mitglied des Aikikai Deutschland unter Katsuaki Asai Sensei.
Er erteilt selbst Unterricht in Aikido seit 1983.
Ali Nasseri ist Träger des 5. Dan Aikido, des 1. Dan Iaido und des
1. Dan Karate.
Trixi Schimming 3. Dan Aikido
Thomas Rambacher 3. Dan Aikido
Michel Schneider 1. Dan Aikido